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Vergütung · · 10 Min. Lesezeit

Vergütung als Nachlasspfleger 2026: Stundensatz, Umsatzsteuer, Abrechnung

Wer als Berufsbetreuer nebenher Nachlasspflegschaften führt, rechnet dort nach Stunden ab – aber anders als beim Verfahrenspfleger mit einem Satz, den das Nachlassgericht im Einzelfall festsetzt, und in der Regel zuzüglich Umsatzsteuer. Hier steht, wie hoch der Stundensatz sein kann, was bei mittellosem Nachlass gilt, wann Umsatzsteuer dazukommt und bis wann du abrechnen musst – mit Beispielrechnung.

Wann wird ein Nachlasspfleger bestellt und vergütet?

Solange die Erbschaft nicht angenommen ist, die Erben unbekannt sind oder offen ist, ob sie angenommen haben, sorgt das Nachlassgericht für die Sicherung des Nachlasses, soweit ein Bedürfnis besteht – und kann dafür einen Nachlasspfleger bestellen (§ 1960 BGB). Für diese Pflegschaft tritt das Nachlassgericht an die Stelle des Familien- und des Betreuungsgerichts (§ 1962 BGB). Es bestellt dich also (§ 1885 BGB), und es setzt auch deine Vergütung fest. Was du umgekehrt als Betreuer an den Nachlasspfleger herausgibst, wenn eine betreute Person stirbt, steht im Artikel Welche Unterlagen braucht der Nachlasspfleger?.

Führst du die Nachlasspflegschaft berufsmäßig, richten sich Vergütung und Aufwendungsersatz nach §§ 1 bis 6 VBVG (§ 1888 Abs. 2 Satz 1 BGB). Feste Stundensätze gibt es dabei nur, wenn der Nachlass mittellos ist. Reicht er, bestimmt das Nachlassgericht den Satz im Einzelfall (§ 1888 Abs. 2 Satz 2 BGB).

Voraussetzung ist, dass das Nachlassgericht die Berufsmäßigkeit feststellt – und das gehört in den Bestellungsbeschluss (§ 1 Abs. 1 und 3 VBVG). Fehlt der Satz, wende dich sofort ans Nachlassgericht und lege ein Rechtsmittel gegen den Beschluss ein, am sichersten binnen zwei Wochen. Später stellt das Gericht die Berufsmäßigkeit nur noch ab deinem Antrag fest, nie im Vergütungsverfahren (BGH, Beschlüsse vom 08.01.2014, XII ZB 354/13, und vom 29.01.2014, XII ZB 372/13; OLG München, Beschluss vom 30.01.2024, 33 Wx 152/23 e). Ohne Feststellung gibt es nur eine Vergütung nach Ermessen wie für Ehrenamtliche.

Stundensatz 2026: Was verdient ein Nachlasspfleger pro Stunde?

Ist der Nachlass nicht mittellos, richtet sich die Höhe des Stundensatzes nach den Fachkenntnissen, die du für die Pflegschaft nutzen kannst, und nach Umfang und Schwierigkeit der Pflegschaftsgeschäfte (§ 1888 Abs. 2 Satz 2 BGB). Eine Tabelle, an die das Gericht gebunden wäre, gibt es nicht. Das Nachlassgericht bestimmt den Satz erst, wenn es die Vergütung festsetzt, und muss ihn dort nachvollziehbar begründen. Zusagen darf es ihn vorher nicht, weder vor noch bei deiner Bestellung (OLG Celle, Beschlüsse vom 17.02.2025, 6 W 20/25 und 6 W 136/24).

Zur Orientierung: Veröffentlichte Beschlüsse der Oberlandesgerichte halten meist rund 60 bis 155 € netto je Stunde für angemessen – je nach Gerichtsbezirk, Schwierigkeit und deinen Fachkenntnissen. Die oberen Werte gelten für Rechtsanwälte oder vergleichbar Qualifizierte; ohne juristische Ausbildung setzen Gerichte oft weniger an. Das OLG Celle ist strenger: im Regelfall höchstens das Doppelte des VBVG-Höchstsatzes, bisher also 78 € (Beschlüsse vom 17.02.2025, 6 W 20/25 und 6 W 136/24). Zwei Oberlandesgerichte haben je drei Stufen genannt – das sind Beispiele einzelner Gerichte, keine allgemeine Regel:

SchwierigkeitOLG Frankfurt, Sitz außerhalb des BallungsraumsOLG Frankfurt, Sitz im BallungsraumOLG Brandenburg
Einfach60 €85 €104 €
Mittel (Normalfall)95 €120 €127 €
Schwierig130 €155 €150 €

Nettobeträge je Stunde für Rechtsanwälte oder vergleichbar Qualifizierte, Tätigkeit ab 01.01.2023. Beim OLG Frankfurt zählt, ob dein (Kanzlei-)Sitz im Ballungsraum liegt. OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 22.08.2024, 21 W 61/24; OLG Brandenburg, Beschluss vom 16.07.2025, 3 W 139/24 (für eine Rechtsfachwirtin ein Viertel weniger: 78 €). Andere Gerichte setzen andere Sätze fest – maßgeblich ist allein die Festsetzung in deinem Fall. Angaben ohne Gewähr.

Beantragen kannst du jeden Satz; das Gericht prüft ihn. Begründe ihn konkret: welche Kenntnisse du einsetzt und was die Pflegschaft aufwendig oder schwierig macht, etwa Erbenermittlung, Immobilie oder Auslandsbezug. Ein höherer Satz braucht eine besondere Begründung (OLG Celle, Beschluss vom 17.02.2025, 6 W 136/24).

Was gilt bei mittellosem Nachlass?

Mittellos ist der Nachlass erst, wenn für deine Vergütung und Auslagen nichts mehr da ist. Andere Nachlassschulden und die Gerichtskosten der Pflegschaft werden dabei nicht abgezogen, und Schonvermögen gibt es beim Nachlass nicht (BGH, Beschlüsse vom 29.06.2021, IV ZB 16/20, und vom 24.07.2024, IV ZB 8/23). Dann gelten die festen Stundensätze aus § 3 Abs. 1 VBVG, gezahlt aus der Staatskasse (§ 2 Abs. 1 VBVG). Wie beim Verfahrenspfleger hängt der Satz an deiner Ausbildung:

QualifikationSeit 01.01.2026Tätigkeit 27.07.2019 bis 31.12.2025
Ohne besondere Kenntnisse26 €23 €
Abgeschlossene Lehre33 €29,50 €
Hochschulabschluss44 €39 €

Stundensätze nach § 3 Abs. 1 VBVG in der Fassung des KostBRÄG 2025; „vergleichbare abgeschlossene Ausbildung“ zählt jeweils gleich. Rechts die bisherigen Sätze für Tätigkeiten vom 27.07.2019 bis 31.12.2025 (§ 19 VBVG). Angaben ohne Gewähr.

Eine Erhöhung wegen besonderer Schwierigkeit gibt es bei mittellosem Nachlass nicht (§ 3 Abs. 3 Satz 2 VBVG; OLG Celle, Beschluss vom 17.02.2025, 6 W 136/24). Reicht der Nachlass nur für einen Teil deiner Vergütung, bekommst du deinen Stundensatz, soweit der Nachlass reicht. Nur für die übrigen Stunden gelten die Sätze nach § 3 VBVG aus der Staatskasse (BGH, Beschlüsse vom 29.06.2021, IV ZB 16/20, und vom 24.07.2024, IV ZB 8/23). Wie das aussieht, zeigt die Beispielrechnung unten. Wie die Sätze nach § 3 VBVG im Einzelnen funktionieren, steht im Artikel Verfahrenspfleger-Vergütung 2026.

Muss ein Nachlasspfleger Umsatzsteuer berechnen?

In der Regel ja – ein wichtiger Unterschied zur Betreuung. Betreuer (§ 4 Nr. 16 Satz 1 Buchst. k UStG) und Verfahrenspfleger (Buchst. m) sind von der Umsatzsteuer befreit, Nachlasspfleger nennt das Gesetz nicht. Eine berufsmäßig geführte Nachlasspflegschaft ist auch keine steuerfreie ehrenamtliche Tätigkeit (BFH, Urteil vom 19.04.2012, V R 31/11). Die Umsatzsteuer wird dir zusätzlich zur Vergütung ersetzt (§ 3 Abs. 1 Satz 3 VBVG). Im Antrag stehen dann netto, 19 % Umsatzsteuer und brutto.

Welche Variante für dich gilt, klärst du am besten einmal mit deiner Steuerberatung – und rechnest dann jede Nachlasspflegschaft gleich ab.

Beispielrechnung: Wie viel bekommt ein Nachlasspfleger?

Ein Nachlasspfleger wird im Juli 2026 bestellt, die Erben sind unbekannt, der Nachlass reicht für die Vergütung. Er hält die Pflegschaft für mittelschwer, beantragt 95 € netto je Stunde und rechnet mit 19 % Umsatzsteuer ab. Er erfasst:

DatumTätigkeitDauerFahrt / Auslagen
06.07.2026Aktenstudium0:30 h–
08.07.2026Wohnung in Besitz nehmen und sichern1:35 h30 km, 4,00 € Parken
09.07.2026Banken: Konten ermitteln und sperren0:40 h8,40 € Porto
14.07.2026Unterlagen und Post sichten0:55 h–
20.07.2026Nachlassverzeichnis erstellen0:45 h–
PositionRechnungBetrag
Vergütung4,42 Std. × 95 €419,90 €
Umsatzsteuer auf die Vergütung19 %79,78 €
Festsetzen lassenbrutto499,68 €
Fahrtkosten30 km × 0,42 €12,60 €
AuslagenParken, Porto laut Beleg12,40 €
Umsatzsteuer auf Fahrtkosten und Auslagen19 %4,75 €
Selbst entnehmenbrutto29,75 €

Beispiel mit beantragtem Stundensatz nach § 1888 Abs. 2 Satz 2 BGB, Fahrtkosten nach § 1877 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 JVEG, Umsatzsteuer auf die Vergütung nach § 3 Abs. 1 Satz 3 VBVG, auf Fahrtkosten und Auslagen als Teil des Aufwendungsersatzes (§ 1877 Abs. 1, § 670 BGB). Ob das Gericht 95 € festsetzt, entscheidet es selbst.

Gerechnet wird mit der tatsächlich erfassten Zeit: 4:25 Stunden sind 265 Minuten, also 4,42 Stunden. Festsetzen lässt du nur deine Vergütung; Fahrtkosten und Auslagen entnimmst du selbst dem Nachlass – zusammen 529,43 €. Als Kleinunternehmer ließest du 419,90 € festsetzen und entnähmest 25,00 € Fahrtkosten und Auslagen selbst, jeweils ohne Umsatzsteuer. Wäre der Nachlass mittellos, gälten bei einem Hochschulabschluss 44 € je Stunde: 194,48 € Vergütung, mit Fahrtkosten und Auslagen 219,48 € netto und mit Umsatzsteuer 261,18 € – alles festgesetzt gegen die Staatskasse.

Und wenn der Nachlass nur zum Teil reicht? Angenommen, er hat nur noch 300 €, und der Nachlasspfleger hat einen Hochschulabschluss. Dann wird aufgeteilt, wie es der BGH vorgerechnet hat:

PositionRechnungBetrag
Aktivnachlasswas der Nachlass heute noch hat300,00 €
Fahrtkosten und Auslagenbrutto, vorweg selbst entnehmen29,75 €
Gegen den Nachlass2,39054 Std. × 95 € + 19 %270,25 €
Gegen die Staatskasse2,02946 Std. × 44 € + 19 %106,27 €
Festsetzen lassenNachlass und Staatskasse376,52 €

Aufteilung nach dem Rechenweg des BGH (Beschluss vom 24.07.2024, IV ZB 8/23): erst der Aufwendungsersatz, dann Stunden zum beantragten Satz, soweit der Nachlass reicht, der Rest zum Satz nach § 3 Abs. 1 VBVG. Es zählt der Stand des Nachlasses, wenn das Gericht festsetzt (OLG Celle, Beschluss vom 17.02.2025, 6 W 136/24). Ob das Gericht so festsetzt, entscheidet es selbst.

Zuerst gehen die 29,75 € Fahrtkosten und Auslagen ab, die du selbst entnimmst. Die übrigen 270,25 € decken 2,39 Stunden zu 95 € plus Umsatzsteuer (227,10 € und 43,15 €) – diesen Teil lässt du gegen den Nachlass festsetzen. Die restlichen 2,03 Stunden beantragst du zum Satz nach § 3 Abs. 1 VBVG gegen die Staatskasse, hier 44 €: 89,30 € plus 16,97 € Umsatzsteuer, zusammen 106,27 €. Festsetzen lässt du also 376,52 €. Mit den selbst entnommenen 29,75 € sind das 406,27 € – zwischen den 261,18 € bei mittellosem und den 529,43 € bei ausreichendem Nachlass.

Welche Nachweise will das Nachlassgericht sehen?

Einen bundesweit einheitlichen Vordruck für den Vergütungsantrag gibt es nicht; einige Länder haben Merkblätter für Nachlasspfleger. Geprüft wird, ob die Zeit angefallen, erforderlich und von deinem Wirkungskreis im Bestellungsbeschluss gedeckt war. Darauf kommt es an:

Setzt das Gericht deine Vergütung gegen den Nachlass fest, entnimmst du sie danach dem Nachlass – vorher nicht (§ 1 Abs. 3 Satz 2 VBVG). Fahrtkosten und Auslagen entnimmst du ohne Festsetzung, aber vor der Herausgabe an die Erben – danach bleibt nur die Klage gegen sie (OLG Hamm, Beschluss vom 10.06.2025, 10 W 56/25). Wie du Schreiben elektronisch ans Gericht bringst, steht im Artikel eBO für Berufsbetreuer.

Wie lange kann ein Nachlasspfleger seine Vergütung abrechnen?

Der Anspruch erlischt, wenn du ihn nicht binnen 15 Monaten nach der jeweiligen Tätigkeit beim Gericht geltend machst (§ 2 VBVG über § 1888 Abs. 2 BGB). Die Frist läuft für jede Tätigkeit einzeln: Für das Aktenstudium vom 06.07.2026 aus dem Beispiel muss der Antrag spätestens am 06.10.2027 beim Gericht sein.

Anders als beim Verfahrenspfleger kann das Nachlassgericht eine kürzere oder längere Frist bestimmen (§ 2 Abs. 2 Satz 2 VBVG in Verbindung mit § 1877 Abs. 5 BGB). Hat es nichts anderes bestimmt, gelten die 15 Monate. Dein Antrag beim Nachlassgericht wahrt die Frist auch gegenüber der Staatskasse, falls sich erst später zeigt, dass der Nachlass nicht reicht (§ 1877 Abs. 4 Satz 3 BGB). Wie die Fristen für die Betreuervergütung laufen, steht im Artikel Vergütungsantrag: Diese Fristen gelten für Berufsbetreuer.

So geht es mit BetreuungOne

BetreuungOne rechnet Nachlasspflegschaften in derselben App ab wie deine Betreuungen und Verfahrenspflegschaften:

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Nachlasspfleger pro Stunde?

Das bestimmt das Nachlassgericht. Ist der Nachlass nicht mittellos, gibt es keinen festen Satz: Maßgeblich sind deine nutzbaren Fachkenntnisse sowie Umfang und Schwierigkeit der Pflegschaft (§ 1888 Abs. 2 Satz 2 BGB). Oberlandesgerichte halten meist rund 60 bis 155 € netto je Stunde für angemessen – die oberen Werte für Rechtsanwälte oder vergleichbar Qualifizierte. Das OLG Celle ist strenger: im Regelfall höchstens das Doppelte des VBVG-Höchstsatzes, bisher 78 € (Beschluss vom 17.02.2025, 6 W 136/24). Ist für deine Vergütung nichts mehr im Nachlass, gelten 26, 33 oder 44 € aus der Staatskasse (§ 3 Abs. 1 VBVG).

Kann ich den Stundensatz vorab mit dem Nachlassgericht vereinbaren?

Nein. Das Nachlassgericht darf weder vor noch bei deiner Bestellung einen Stundensatz zusagen; es bestimmt ihn erst, wenn es die Vergütung festsetzt. Vergütungslisten einzelner Gerichte geben dir keinen Anspruch (OLG Celle, Beschlüsse vom 17.02.2025, 6 W 20/25 und 6 W 136/24). Begründe den beantragten Satz deshalb im Antrag konkret – mit deinen Kenntnissen und dem, was die Pflegschaft aufwendig oder schwierig macht.

Muss ich als Nachlasspfleger Umsatzsteuer ausweisen?

In der Regel ja. Rechtliche Betreuer und Verfahrenspfleger sind nach § 4 Nr. 16 UStG von der Umsatzsteuer befreit, Nachlasspfleger nennt das Gesetz nicht. Eine berufsmäßig geführte Nachlasspflegschaft ist auch keine steuerfreie ehrenamtliche Tätigkeit (BFH, Urteil vom 19.04.2012, V R 31/11). Die 19 % kommen zur Vergütung dazu (§ 3 Abs. 1 Satz 3 VBVG); auf Fahrtkosten und Auslagen haben Oberlandesgerichte sie ebenfalls zugesprochen. Nur als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus. Lass die Einordnung im Zweifel von deiner Steuerberatung prüfen.

Wer bezahlt den Nachlasspfleger?

Grundsätzlich der Nachlass: Das Nachlassgericht setzt deine Vergütung gegen den Nachlass fest, erst danach entnimmst du sie (§ 1 Abs. 3 Satz 2 VBVG). Fahrtkosten und Auslagen entnimmst du ohne Festsetzung, und zwar vor der Herausgabe an die Erben. Ist für deine Ansprüche nichts mehr im Nachlass (mittellos), setzt das Gericht Vergütung und Auslagen gegen die Staatskasse fest, die Vergütung nach den Sätzen des § 3 VBVG. Andere Nachlassschulden und die Gerichtskosten werden dabei nicht abgezogen – deine Vergütung geht vor (BGH, Beschluss vom 24.07.2024, IV ZB 8/23).

Bis wann muss ich die Vergütung als Nachlasspfleger beantragen?

Binnen 15 Monaten nach jeder einzelnen Tätigkeit (§ 2 VBVG über § 1888 Abs. 2 BGB) – danach erlischt der Anspruch für diese Tätigkeit. Das Nachlassgericht kann eine kürzere oder längere Frist bestimmen (§ 2 Abs. 2 Satz 2 VBVG in Verbindung mit § 1877 Abs. 5 BGB). Rechne deshalb regelmäßig ab: Der älteste Eintrag verfällt zuerst.

Wird die Zeit meiner Mitarbeiter mit meinem Stundensatz vergütet?

Nein. Zu deinem Stundensatz wird nur deine eigene Zeit vergütet, nicht die Arbeitszeit von Mitarbeitern (BGH, Beschluss vom 10.09.2025, IV ZB 2/25). Für Aufgaben, die du zulässig an Mitarbeiter abgibst, kannst du unter Umständen Aufwendungsersatz verlangen (§ 1888 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 4 Abs. 1 VBVG, § 1877 Abs. 1 BGB). Wie er zu berechnen ist, hat der BGH offengelassen. Leg ihn im Antrag konkret dar – auch er erlischt nach 15 Monaten.

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Stand: 29. September 2026. Rechtsstand: §§ 1877, 1880, 1885, 1888 und 1960 bis 1962 BGB; §§ 1 bis 6 VBVG in der Fassung des KostBRÄG 2025 (in Kraft seit 01.01.2026); § 5 JVEG; §§ 4, 10, 14c und 19 UStG. Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Angaben ohne Gewähr.